Wirtschaft

Argentinien friert 1.200 Preise ein

Mit einer Einigung zum Einfrieren der Preise von über 1.200 Produkten des täglichen Bedarfs will Argentinien die enorme Inflation in den Griff bekommen. Die Regierung in Buenos Aires kündigte am Donnerstag eine Abmachung mit der Privatwirtschaft an. Diese sei freiwillig, von den Firmen jedoch gut aufgenommen worden. Demnach soll für 1.247 Produkte drei Monate lang das Preisniveau von Anfang Oktober gelten.

Preise für Lebensmittel, Hygiene- und Reinigungsprodukte eingefroren SN/APA (THEMENBILD)/HERBERT PFARRHO
Preise für Lebensmittel, Hygiene- und Reinigungsprodukte eingefroren

Das südamerikanische Land leidet unter einer heftigen Inflation, seit Jahresbeginn stiegen die Preise um 37 Prozent. Das Einfrieren der Preise sei ein "Anker zur Stabilisierung der Inflation", teilte die Regierung mit. So könne sich die Lage beruhigen und für das kommende Quartal sei ein starker Konsum gesichert. Zu den Produkten gehören vor allem Nahrungsmittel sowie Hygiene- und Reinigungsprodukte. Vorgesehen ist die Maßnahme bis zum 7. Jänner 2022.

Das Land mit seinen 45 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern leidet seit 2018 an einer Rezession. Verschärft hat sich die wirtschaftliche Lage durch die Coronapandemie.

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