Wirtschaft

Arme Reiche

Unmoralisch und ungerecht: Warum ein deutscher Philosoph den Reichtum abschaffen möchte. Und wie es gelingen soll.

Es ist nur eine statistische Größe. Die Zahl vermag nicht die Nöte von Alleinerzieherinnen zu veranschaulichen, von Pensionisten oder all den modernen Tagelöhnern und Leiharbeitern, die jeden noch so mühsamen Job akzeptieren und doch am Monatsende regelmäßig feststellen müssen, dass sie keinen Cent für die Zukunft beiseitelegen konnten. Fast ein Fünftel der Österreicher soll demnach armutsgefährdet sein, gut 350.000 gelten als arm. Sie leben im selben Staat mit einer Handvoll Menschen, die es auch heuer wieder auf die "Forbes"-Liste der Superreichen geschafft haben, allen voran Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz mit einem geschätzten Vermögen von 23 Milliarden Dollar. Und auf demselben Planeten wie 2200 Menschen, deren Vermögen auf zusammen mehr als 9000 Milliarden amerikanische Dollar geschätzt wird.

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 19.02.2019 um 08:20 auf https://www.sn.at/wirtschaft/welt/arme-reiche-39715540