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Athen kann derzeit nicht über Sparpakt verhandeln

Griechenland kann nach den Worten seines Finanzministers Yannis Stournaras nicht über Änderungen am mit den internationalen Geldgebern vereinbarten Sparprogramm verhandeln, solange dieses ausgesetzt ist.

Athen kann derzeit nicht über Sparpakt verhandeln SN/apa (epa)
Stournaras will Nachverhandlungen nicht aufgeben.

Dies bedeute allerdings nicht, dass Griechenland seine Forderung nach Neuverhandlungen des Sparpaktes aufgebe, hieß es aus dem Finanzministerium in Athen. Nach den bisher geltenden Vereinbarungen soll die griechische Regierung weitere Haushaltskürzungen von 11,5 Milliarden Euro beschließen und innerhalb dieses Jahres 15.000 Stellen von Staatsbediensteten streichen. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hatte Neuverhandlungen schon am Dienstag abgelehnt.

Der neue Ministerpräsident Samaras sollte am Freitagabend vor dem Parlament in Athen seine Regierungserklärung abgeben. Am Donnerstag hatte die neue Regierung erstmals mit den internationalen Gläubigern von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds über die Umsetzung des Sparprogramms beraten.

Die griechische Wirtschaft befindet sich das fünfte Jahr in Folge in der Rezession. Die Regierung befürchtet, dass die Wirtschaft 2012 um sechs bis sieben Prozent anstatt der zuvor erwarteten 4,5 Prozent schrumpfen könnte. Zudem dürften die Privatisierungen geringere Erlöse bringen als erhofft. Athen geht mittlerweile nur noch von 15 Milliarden Euro aus statt von 50 Milliarden.

Quelle: Apa/Ag.

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