Wirtschaft

Bank von England beendet Krisenmodus - Leitzinsen steigen

Die britische Notenbank verabschiedet sich von der Krisenpolitik und hebt die Leitzinsen auf den höchsten Stand seit fast einem Jahrzehnt an. Die Londoner Währungshüter setzten den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld am Donnerstag um einen Viertelpunkt nach oben auf 0,75 Prozent. So hoch war er letztmalig zu Zeiten der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2009.

Mit der strafferen Geldpolitik will die Bank of England die vergleichsweise hohe Inflation eindämmen, die schon seit Monaten über der Zielmarke von zwei Prozent liegt. Sie signalisierte zugleich, wegen der Brexit-Unsicherheit weitere Zinsanhebungen nur sehr behutsam anzugehen.

"Eine moderate Straffung ist nun angemessen, damit die Inflation zum Zwei-Prozent-Ziel zurückkehrt und dort auch bleibt," begründete Notenbankchef Mark Carney die Entscheidung, die einstimmig ausfiel. Weitere Schritte würden aber lediglich graduell und in begrenztem Ausmaß erfolgen. Es bedürfe keines hohen Tempos. Seiner Einschätzung nach wird die Inflation voraussichtlich auch in der nächsten Zeit über dem Zielniveau der Währungshüter liegen. So wird nach Schätzungen der Notenbank in zwei Jahren eine Rate von 2,09 Prozent erwartet.

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