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Betriebsrat: Rettung von Kaiser's Tengelmann nicht sicher

Für den Berliner Betriebsratsvorsitzenden von Kaisers's Tengelmann, Volker Bohne, ist die Rettung der deutschen Supermarktkette noch nicht sicher. Zunächst müsse die Ministererlaubnis tatsächlich greifen, sagte Bohne am Dienstag im RBB-Inforadio. Dazu müsste das Unternehmen Rewe, in Österreich unter anderem mit Billa vertreten, seine Klage gegen die Übernahme von Kaiser's durch Edeka zurückziehen.

Betriebsrat: Rettung von Kaiser's Tengelmann nicht sicher SN/APA (dpa)/Wolfram Kastl
Berliner Betriebsratsvorsitzender sieht sehr wohl Stolpersteine.

"Da sie das aber noch nicht getan haben, verstehe ich den Bundesminister nicht, der glaubt, es gibt keine Stolpersteine mehr", kritisierte Bohne mit Blick auf den deutschen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). "Es gibt ja einen riesigen."

Mit der Ministererlaubnis wollte Gabriel den Verkauf der Kaiser's-Märkte an Edeka genehmigen, ein Gericht stoppte das Vorhaben nach Beschwerden von Wettbewerbern jedoch. Bohne weiß nach eigenen Angaben nicht, wie die Märkte nun unter Rewe und Edeka aufgeteilt werden. Zwar hätten sich die Unternehmen verständigt. Mit den Mitarbeitern sei eine solch wichtige Änderung des Betriebs aber nicht abgestimmt worden.

Im Ringen um die Zukunft der Supermarktkette hatten sich die Unternehmen Tengelmann, Edeka und Rewe in einer Schlichtung auf einen Interessenausgleich geeinigt. Das soll den Weg für eine Übernahme der Kette durch Edeka freimachen und laut Wirtschaftsministerium 15.000 Jobs in Deutschland sichern. Über den konkreten Inhalt des Interessenausgleichs wurde Stillschweigen vereinbart.

Quelle: Apa/Dpa

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