Wirtschaft

Biodatteln aus der Wüste

Biolandbau in der Wüste? Das klingt wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Die Sekem-Genossenschaft mit Wurzeln in Österreich hat es in Ägypten wahr gemacht.

Vor 40 Jahren war Biolandbau noch selten. Und wenn, dann fand er schon gar nicht in der Wüste statt. Dass jedoch beides zusammenpasst, wenn man die Vision und Umsetzungskraft dafür hat, beweist die Sekem-Genossenschaft in Ägypten.

"Es war eine verrückte Idee von meinem Vater, aber sie funktioniert", sagt der in Österreich geborene Sekem-Vorstandschef und Gründersohn Helmy Abouleish. Auf mittlerweile 10.000 Hektar, einem Fünftel der Gesamtbioanbaufläche Ägyptens, erzeugt Sekem in einem strengen naturnahen Demeter-zertifizierten Anbau eine ganze Reihe von Bioprodukten. Und es wird nicht nur angebaut und geerntet. Unter dem Dach einer Holding werden auch Teebeutel, T-Shirts und pharmazeutische Tabletten hergestellt. Von Anfang an habe man für eine höhere Wertschöpfung auch auf die Veredelung der Rohstoffe gesetzt, sagt Abouleish. Gut 50 Mill. Euro Jahresumsatz werden so erwirtschaftet.

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