SN.AT / Wirtschaft / Welt / Wirtschaft

China und Russland könnten Zahlungssysteme verzahnen

Die Zentralbanken Chinas und Russlands erwägen vor dem Hintergrund westlicher Sanktionen die Verzahnung ihrer nationalen Zahlungssysteme. Die Notenbanken beider Länder würden über beide Systeme, das russische Mir und das China Union Pay, beraten, sagte der chinesische Botschafter in Russland, Zhang Hanhui, der Agentur TASS in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview.

Rubel-Banknoten
Rubel-Banknoten

Mit Mir-Kreditkarten, die von vielen russischen Banken ausgegeben werden, können Kunden bargeldlos zahlen und Bankomaten nutzen. Mir (russisch für "Frieden") ist ein System der russischen Notenbank. China Union Pay ist ein entsprechendes Kartensystem im Reich der Mitte.

China hat sich bisher geweigert, die russische Invasion der Ukraine zu verurteilen und westliche Sanktionen kritisiert. Beide Länder haben ihre Beziehungen in den letzten Jahren gestärkt. Dazu gehört auch die im Februar angekündigte Partnerschaft ohne Grenzen. Mir und Union Pay gehören zu den wenigen Optionen, die Russen noch geblieben sind, um Zahlungen ins Ausland zu tätigen. Die Kartenbetreiber Visa und Mastercard haben wie viele westliche Unternehmen, ihre Geschäfte in Russland gestoppt. Russische Banken wurden im Zuge der Sanktionen des Westens als Konsequenz des den russischen Angriffskriegs in weiten Teilen vom internationalen Zahlungsverkehr ausgeschlossen.

WIRTSCHAFT-NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt kostenlos den Wirtschaft-Newsletter der "Salzburger Nachrichten".

*) Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

KOMMENTARE (0)