Wirtschaft

China will Handelsgespräche mit USA 2019 vorantreiben

China will die Handelsgespräche mit den USA im kommenden Jahr vorantreiben. Die Vereinbarungen, die Chinas Präsident Xi Jinping und sein US-Amtskollege Donald Trump zuletzt in Buenos Aires erzielten, würden umgesetzt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag nach einem Kabinettstreffen.

Gespräche sollen fortgesetzt werden SN/APA (AFP)/NICOLAS ASFOURI
Gespräche sollen fortgesetzt werden

Die Führung in Peking will mit Steuersenkungen und Geldspritzen die heimische Wirtschaft auf Kurs halten. Ziel sei es, ein Wachstum in einer "vernünftigen Spanne" zu sichern. Zugleich hält die Regierung an ihrer Immobilienpolitik fest: Wohnungen seien zum Wohnen da, nicht zu Spekulationszwecken.

Anschuldigungen der USA und anderer Länder wegen Wirtschaftsspionage wies China unterdessen zurück. Solche Vorwürfe seien verleumderisch, erklärte das Außenministerium in Peking am Freitag. Die USA müssten auch ihre Anklage gegen zwei angebliche Hacker aus China zurücknehmen. Die Volksrepublik werde alle notwendigen Schritte einleiten, um ihre Interessen zu wahren. Auch dürfe nicht vergessen werden, dass es seit langem ein offenes Geheimnis sei, dass US-Regierungsbehörden ausländische Regierungen, Unternehmen und Privatpersonen ausspähen würden.

Die USA hatten am Donnerstag Anklage gegen zwei mutmaßliche chinesische Hacker erhoben, die mit den chinesischen Behörden zusammengearbeitet haben sollen. Ihr Ziel soll gewesen sein, geistiges Eigentum sowie vertrauliche Geschäfts- und Technologiedaten zu stehlen. Betroffen seien unter anderem die US-Marine und die Raumfahrtbehörde NASA. Die Hacker hätten Verbindungen zum chinesischen Ministerium für Staatssicherheit gehabt. Zudem hatte die britische Regierung China eine weltweite Kampagne von Cyberattacken gegen Wirtschaftsziele in Europa, Asien und den USA vorgeworfen. Eine Hackergruppe mit Namen APT10 gehe auf Betreiben des Ministeriums für Staatssicherheit vor.

Darüber hinaus hatten mehrere mit den Vorgängen befasste Personen der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, eine Gruppe von Hackern sei im Auftrag chinesischer Behörden wiederholt in Computersysteme von HPE und IBM eingedrungen. Von dort aus hätten sie sich Zugang zu Kunden-Systemen verschafft.

Quelle: Apa/Ag.

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