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Dank neuer Zeitschriften: Gruner + Jahr erwartet stabile Erlöse

Der deutsche Verlagskonzern Gruner + Jahr stemmt sich mit neuen Zeitschriften und dem Ausbau des Digitalgeschäfts gegen den schrumpfenden Print-Werbemarkt.

Dank neuer Zeitschriften: Gruner + Jahr erwartet stabile Erlöse SN/fotolia/schmitt
Neue Zeitschriften befeuern offenbar das Geschäft von Gruner + Jahr (Symbolbild).

"Soweit wir das jetzt absehen können, wird Gruner + Jahr in 2016 stabile Geschäfte zeigen", sagte Verlagschefin Julia Jäkel der am Donnerstag erscheinenden Wochenzeitung "Die Zeit" in einem vorab veröffentlichten Interview.

Im vergangenen Jahr hatte die Hamburger Tochter des Medienkonzerns Bertelsmann trotz stabiler operativer Geschäfte ein Umsatzminus von zwölf Prozent auf 1,54 Milliarden Euro verbucht und dies mit Beteiligungsverkäufen begründet.

Das Unternehmen rechne nun im deutschen Printgeschäft mit stabilen oder leicht wachsenden Vertriebseinnahmen und "mehr oder weniger" stabilen Anzeigenerlösen, sagte Jäkel. "Es gelingt uns wieder in Serie, Titel zu gründen, die ankommen, die Wärme ausstrahlen. Auch das bringt zusätzliches Anzeigengeschäft", erläuterte die Managerin. Gruner + Jahr hatte seinen Flaggschiffen "stern", "Geo" und "Brigitte" zuletzt eine ganze Reihe neuer Spezialzeitschriften zur Seite gestellt, darunter Titel wie "Walden" für Naturburschen und Abenteurer, das Wohn- und Modemagazin "Couch" oder das Frauen-Bastelheft "Flow".

Außerdem treibt Gruner + Jahr wie fast alle großen Medienunternehmen den Ausbau des Online-Geschäfts voran. Der Umsatz mit digitalen Angeboten steige in diesem Jahr um 30 Prozent, sagte Jäkel. "Wir machen jetzt ein Fünftel unserer Erlöse im Digitalen." Jäkel, die 2013 an die Vorstandsspitze rückte, hatte dem Verlagskonzern anschließend einen Umbau verordnet, um ihn fit für das Digitalzeitalter zu machen.

Quelle: Apa/Reuters

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