Wirtschaft

Der bange Blick nach Italien

Italien schöpft sein wirtschaftliches Potenzial schon geraume Zeit nicht aus. Die Erwartungen, dass sich das unter der Koalition aus Fünf-Sterne-Bewegung und Lega zum Besseren wendet, sind gering.

Seit den Parlamentswahlen und der daraus hervorgegangenen Koalition aus Fünf-Sterne-Bewegung und Lega gilt Italien als neues Sorgenkind der Eurozone. Zwar hat sich die Lage nach ersten Turbulenzen auf den Finanzmärkten beruhigt, aber die Investoren sind noch immer verunsichert.

Der einzige Trost, den Peter Brezinschek, Chef von Raiffeisen Research, zu bieten hat, heißt: "Italien ist nicht Griechenland." Vergleichbar sei nur die Rhetorik der jeweils ins Amt gekommenen Regierungen, volkswirtschaftlich sei die Lage völlig anders. Sie sei allerdings alles andere als gut, schränkt Brezinschek ein. Das Wirtschaftswachstum Italiens hinke dem der Eurozone schon geraume Zeit hinterher, das sei vor allem mangelnder Wettbewerbsfähigkeit geschuldet. Die Produktivitätsentwicklung seit Beginn der Eurozone sei enttäuschend, auch im Vergleich zu Portugal oder Spanien.

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