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Deutsche-Bank-Chef gibt sich in Anzeigen zerknirscht

Deutsche-Bank-Chef John Cryan hat sich in ganzseitigen Zeitungsanzeigen für das Verhalten der Bank in den vergangenen Jahren und die jüngsten Geschäftszahlen entschuldigt. Für Rechtsfälle und Vergleiche mit Kunden und Behörden habe man rund 5 Mrd. Euro aufwenden müssen, heißt es in der am Samstag in großen überregionalen Zeitungen veröffentlichten Anzeige.

Deutsche-Bank-Chef John Cryan.  SN/APA (AFP)/DANIEL ROLAND
Deutsche-Bank-Chef John Cryan.

Die Altlasten aus den vergangenen Jahren hätten nicht nur Geld, sondern auch Vertrauen und Reputation gekostet. "Das möchte ich zum Anlass nehmen, um im Namen des Vorstands der Deutschen Bank unser tiefes Bedauern auszudrücken für das, was geschehen ist. Wir möchten uns dafür entschuldigen", heißt es in dem von Cryan unterschriebenen offenen Brief.

Es seien etwa bei Hypotheken-Geschäften in den USA zwischen 2005 und 2007 schwere Fehler gemacht worden. "Das Verhalten der Bank entsprach hier nicht unseren Standards und war inakzeptabel. Das gilt leider auch für andere Fälle", schreibt Cryan.

Die Bank hatte am Donnerstag für das Geschäftsjahr 2016 erneut einen Milliarden-Verlust ausgewiesen. Obwohl der Fehlbetrag mit 1,4 Mrd. Euro deutlich geringer ausfiel als ein Jahr zuvor war er größer als erwartet. Der langwierige Umbau, vor allem aber die unzähligen Rechtsstreitigkeiten lasteten auf der Bilanz.

Quelle: Apa/Ag.

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