Wirtschaft

Deutsche Investitionsbereitschaft niedrig wie zuletzt 2013

Die Investitionsbereitschaft deutscher Unternehmen ist so gering wie zuletzt 2013. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) unter mehr als 2000 Firmen, aus der die Tageszeitung "Welt" (Samstagausgabe) berichtet. Der Anteil der Unternehmen, die außerhalb deutscher Standorte investieren, sank demnach auf nur noch 46 Prozent.

Besonders der Handelskonflikt zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China belaste zunehmend die traditionell exportstarke deutsche Wirtschaft und sorgt dafür, dass die Unternehmen auf Investitionen im Ausland verzichten. "Nordamerika büßt in Folge der Handelspolitik der USA als Investitionsstandort für deutsche Unternehmen zunehmend an Attraktivität ein", heißt es in der Analyse des DIHK.

Auch Europa - nach wie vor beliebtestes Investitionsziel der deutschen Industrie - habe an Attraktivität verloren. Schuld sei ebenfalls US-Präsident Trump: Der Handelskonflikt mit den USA sowie der drohende Brexit hätten die konjunkturelle Stimmung in der Eurozone erheblich belastet. Die Folge: "Mit Ausnahme einiger osteuropäischer Staaten hat sich das Wachstum der europäischen Wirtschaft deutlich verlangsamt", so die Studie. Insbesondere Großbritannien habe an Attraktivität eingebüßt: Nur gut zehn Prozent aller Investitionen sollen in den kommenden zwölf Monaten dorthin gehen.

Quelle: Apa/Ag.

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