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Deutsche Ryanair-Piloten schließen sich bei Cockpit zusammen

Die deutsche Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) will mit Billigflieger Ryanair über die Arbeitsbedingungen verhandeln. Zu diesem Zweck hat die Gewerkschaft nach eigenen Angaben eine Tarifkommission aus deutschen Piloten und Co-Piloten der irischen Gesellschaft gegründet. Ziel seien angemessene Arbeitsverträge statt atypischer Beschäftigung, erklärte die Kommission am Montag in Frankfurt.

Vereinigung Cockpit will mit Ryanair über Arbeitsbedingungen verhandeln.  SN/APA (dpa)/Thomas Frey
Vereinigung Cockpit will mit Ryanair über Arbeitsbedingungen verhandeln.

"Die Gründung der Ryanair-Tarifkommission zeigt deutlich, dass sich die Piloten der Airline die zwielichtigen Methoden ihres Arbeitgebers nicht länger gefallen lassen und von nun an geschlossen für ihre Rechte als Arbeitnehmer gegenüber dem Unternehmen auftreten werden", erklärte VC-Präsident Ilja Schulz. Ryanair-Piloten müssten ihre Wünsche und Sorgen hinsichtlich Arbeitsbedingungen und Gehalt ohne Angst vor Benachteiligung gegenüber dem Management vertreten können.

Ryanair hat Vorwürfe zu schlechten Arbeitsbedingungen ihres fliegenden Personals stets zurückgewiesen. Wegen des internationalisierten Arbeitsmarktes brauche man attraktive Arbeitsbedingungen, damit überhaupt genug Personal rekrutiert werden könne. Man zahle auch sämtliche Sozialabgaben. Ryanair verweist bei Gehaltsfragen auf interne Fünfjahresabkommen mit der Belegschaft, hat bisher aber keine Tarifverträge mit Gewerkschaften abgeschlossen. Rund ein Drittel der Kapitäne und etwa 80 Prozent der Co-Piloten sind bei Ryanair über Fremdfirmen beschäftigt.

Quelle: Apa/Dpa

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