Wirtschaft

Die Qual der Wahl am Marmeladenregal

Studien zeigen: Bei zu großer Auswahl greifen Konsumenten seltener zu. Ein Neurobiologe erklärt nun, warum ein Überfluss an Möglichkeiten zu schlechter Laune führt.

Die Probanden konnten bei dem Test aus verschiedenen Marmeladensorten wählen. SN/nitr - stock.adobe.com
Die Probanden konnten bei dem Test aus verschiedenen Marmeladensorten wählen.

Traubenkirsche, Ribisel oder Marille? Die Wissenschafter Sheena Iyengar und Mark Lepper ließen amerikanische Supermarktkunden im Jahr 2000 verschiedene Marmeladen verkosten. Sie konnten entweder aus sechs oder aus 24 verschiedenen Sorten wählen.

Das Ergebnis der Studie wurde als "Marmeladen-Paradoxon" bekannt: Konsumenten fanden die große Auswahl zwar attraktiv: Mehr Kunden besuchten den Stand mit 24 Kostproben. Ein Großteil verließ den Supermarkt aber mit leeren Händen, weil sie sich am Ende nicht entscheiden konnten. An den Stand mit den sechs Marmeladen kamen zwar deutlich weniger Menschen, diese kauften aber am Ende viel öfter ein.

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