Wirtschaft

Easyjet will mehr Frauen im Cockpit

Der britiische Billigflieger sucht Pilotinnen und will die Gehaltsschere zwischen Frauen und Männern im Unternehmen verkleinern. Der neue Chef will nicht mehr verdienen als seine Vorgängerin.

Ein Easyjet-Flieger auf der Landebahn in Salzburg.  SN/robert ratzer
Ein Easyjet-Flieger auf der Landebahn in Salzburg.

Bei Billigflieger Easyjet sollen bald deutlich mehr Frauen im Cockpit sitzen. Im Jahr 2020 solle mindestens jeder Fünfte neu eingestellte Pilot weiblich sein, kündigte Unternehmenschef Johan Lundgren am Montag an. Weltweit seien derzeit nur etwa vier Prozent der kommerziellen Piloten Frauen, bei Easyjet seien es fünf bis sechs Prozent.

Rund jede dritte Pilotin im Unternehmen habe den Rang einer Flugkapitänin. Im vergangenen Jahr stellte Easyjet den Angaben zufolge 49 Pilotinnen und mehr als 320 Piloten ein.

Durch die geringe Frauenquote im Cockpit sei im gesamten Unternehmen der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen groß, erklärte Lundgren. "Bei Easyjet fühlen wir uns absolut verpflichtet, gleiches Gehalt zu zahlen und Frauen und Männern die gleichen Chancen zu geben."

Er selbst wolle mit gutem Beispiel vorangehen und deshalb nicht mehr verdienen als seine Vorgängerin Carolyn McCall, kündigte Lundgren an. Er werde sein Jahresgehalt vor Boni und Leistungsanreizen von 740.000 auf 706.000 Pfund (rund 808.000 Euro) kürzen.

Der langjährige TUI-Manager Lundgren sitzt seit Dezember im Easyjet-Cockpit. McCall leitete die Airline seit 2010 und wechselte am Jahresende als Chefin zum britischen Privatsender ITV.

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