Wirtschaft

Erste Touristen buchen in Italiens Kulturstädten Aufenthalte

Bei voranschreitender Impfkampagne in mehreren Ländern wächst wieder die Reiselust. In den italienischen Kulturstädten treffen Buchungen aus dem Ausland für Sommeraufenthalte ein. In Venedig, Florenz, Rom und Neapel wächst die Hoffnung auf einen Neustart des Fremdenverkehrs. Große Hoffnungen werden auf den September gesetzt. Dann wird auch mit der Rückkehr von US-Touristen gerechnet.

Venedig erwartet Rückkehr der Touristen SN/APA (AFP)/ANDREAS SOLARO
Venedig erwartet Rückkehr der Touristen

"Wegen der Ungewissheit um die Flugmöglichkeiten werden Sommeraufenthalte vor allem von jenen Ausländern gebucht, die Italien mit dem Auto erreichen können", berichtete Claudio Delli, Direktor der Hotelkette Wtb (Why the Best), die fünf Vier-Sterne-Hotels in Venedig und Florenz besitzt. Buchungen für Aufenthalte in Venedig seien auch aus Österreich eingetroffen.

"Die Menschen wollen wieder reisen. Sie sehnen sich nach einem normalen Leben. Italien ist nach wie vor ein Traumziel für Touristen", so Bernabò Bocca, Präsident des Hotelierverbands Federalberghi laut der Tageszeitung "La Repubblica".

Hotels garantieren höchste Flexibilität. Eine Vorauszahlung ist nicht vorgesehen, bis zur letzten Minute kann der Aufenthalt abgesagt werden. Die Preise sind bis zu 25 Prozent niedriger als in den Zeiten vor dem Virus. Das Four Seasons-Hotel in Mailand winkt mit einem Gratis-Abendessen, wenn man zu zweit mindestens eine Nacht bucht.

Das renommierte Danieli Hotel in Venedig hat viele Anfragen aus den USA erhalten. Ab Juni werden auch Urlauber aus Deutschland und Österreich erwartet. "Wir hatten schon mit einem Neustart im April gerechnet, doch die Restriktionen sind in ganz Italien bis Ostern verlängert worden", berichtete Danielis Direktor Gianrico Esposito.

Bis zur massiven Rückkehr von Touristen aus dem Ausland ist Italiens Fremdenverkehr noch auf Stützungsmaßnahmen angewiesen. Premierminister Mario Draghi stellte am Freitag ein Maßnahmenpaket mit Finanzierungen in der Größenordnung von 32 Mrd. Euro mit Hilfen für die von der Krise am stärksten betroffenen Wirtschaftssektoren vor. 1,5 Mrd. Euro sollen dem Tourismus zugutekommen.

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