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EU beschleunigt Freihandelsgespräche mit Mexiko

Die EU-Kommission hat im Schatten der sich verschlechternden Beziehungen zwischen den USA und Mexiko raschere Verhandlungen mit dem mittelamerikanischen Land im Handelsbereich angekündigt. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und der mexikanische Wirtschaftsminister Ildefonso Guajardo vereinbarten zwei Termine noch vor dem Sommer.

Malmström wendet sich Mexiko zu.  SN/APA (AFP)/THIERRY CHARLIER
Malmström wendet sich Mexiko zu.

So sollen die nächsten Runden vom 3. bis 7. April und dann vom 26. bis 29. Juni stattfinden. Konkret geht es um ein neues überarbeitetes Freihandelsabkommen.

Malmström sagte, "wir werden unsere Handelsbeziehungen vollständig an die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts anpassen. Wir werden damit in der Lage sein, das Wachstum zu fördern, unsere Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen, den Verbrauchern ein breiteres Angebot zu ermöglichen und gleichzeitig Arbeitsplätze zu schaffen".

Gegenwärtig werde "mit Sorge eine weltweite Zunahme protektionistischer Politikmaßnahmen" beobachtet. Es sei daher an der Zeit, gemeinsam, als von der gleichen Idee beseelte Partner für das Konzept einer globalen, offenen Zusammenarbeit einstehen".

Im vergangenen Jahr begannen die EU und Mexiko Verhandlungen über die Überarbeitung des geltenden Freihandelsabkommens aus dem Jahr 2000. In den vergangenen sechzehn Jahren haben sich die globalen Handelsmuster wesentlich geändert, sodass nun ein breiter gefasstes und umfassenderes Freihandelsabkommen notwendig geworden ist. Ziel dieser Modernisierung ist es, anderen ehrgeizigen zwischen der EU und Mexiko ausgehandelten Abkommen besser Rechnung zu tragen.

Zwischen 2005 und 2015 haben sich die jährlichen Warenströme zwischen den beiden Partnern im Kontext des geltenden Freihandelsabkommens mehr als verdoppelt - von 26 auf 53 Mrd. Euro.

Quelle: APA

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