Wirtschaft

EU erzielte erneut Überschuss bei Dienstleistungsexporten

Die EU hat ihre Handelsbilanz im Bereich Dienstleistungen 2018 weiter verbessert. Der Dienstleistungsexport der EU stieg um voraussichtlich 0,7 Prozent auf 918,5 Mrd. Euro, geht aus vorläufigen Daten von Eurostat vom Mittwoch hervor. Die Importe stiegen um 1,1 Prozent auf 728,4 Mrd. Euro. Der Handelsüberschuss fiel dadurch mit 190,1 Mrd. Euro um 0,8 Prozent geringer aus als 2017.

Der EU-Handelsüberschuss betrug 190,1 Mrd. Euro SN/APA (AFP)/JOHN THYS
Der EU-Handelsüberschuss betrug 190,1 Mrd. Euro

Das Handelsplus wurde der Statistikbehörde zufolge hauptsächlich von Überschüssen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien (plus 82 Mrd. Euro), Transport (plus 31,9 Mrd. Euro), Reisen (plus 30,7 Mrd. Euro) und Finanzdienstleistungen (plus 32,1 Mrd. Euro) verursacht. Ein Defizit von 41,1 Mrd. Euro wurde bei Gebühren für die Nutzung von geistigem Eigentum verzeichnet.

Sowohl die Dienstleistungsausfuhren und -einfuhren über die Grenzen der EU hinaus wurden laut Eurostat jedoch von "Anderen Dienstleistungen" dominiert, zu denen unternehmensbezogene, freiberufliche und technische Services gehören. Diese machten ein Viertel der gesamten EU-Exporte aus, gefolgt von Transport (18 Prozent) und Reisedienste (15 Prozent). Bei den Importen lag der Anteil an "Anderen Dienstleistungen" bei 29 Prozent, vor Transportdiensten (18 Prozent), Reisen (15 Prozent) und Gebühren für die Nutzung von geistigem Eigentum (15 Prozent).

Auch 2018 waren die USA der Statistikbehörde zufolge beim Dienstleistungsaustausch der Hauptpartner der EU. 27 Prozent der EU-Dienstleistungsexporte gingen in die Vereinigten Staaten, so Eurostat. An zweiter Stelle lag demnach die Schweiz (13 Prozent) vor China (6 Prozent) und Japan (4 Prozent). Im Bereich Importe lag der Anteil der Dienstleistungen aus den USA bei 31 Prozent, gefolgt von der Schweiz (8 Prozent) und China (4 Prozent).

Mit Ausnahme von Indien (minus 2,6 Mrd. Euro) hat die EU gegenüber allen Handelspartnern Überschüsse beim Handel mit Dienstleistungen erzielt, teilte die Statistikbehörde mit. Das größte Plus wurde gegenüber der Schweiz erzielt (57,9 Mrd. Euro), vor den Überschüssen im Handel mit den USA (23,1 Mrd. Euro), China (21,2 Mrd. Euro), Japan (14,9 Mrd. Euro) und Russland (14,1 Mrd. Euro).

Quelle: APA

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