Wirtschaft

EU-Länder sind weiterhin nicht im Gleichklang

Die Vision, dass die ärmeren Länder im Süden und Osten Europas zum westeuropäischen Lebensstandard aufholen, hat sich nicht bewahrheitet. Vor allem bei der Produktivität hinken sie nach.

Auf den ersten Blick scheint die Sache klar: Was Wohlstand, Wirtschaftsleistung und Lebensstandard angeht, haben gerade die einst armen Länder Osteuropas gewaltig aufgeholt. Ein zweiter Blick jedoch zeige ein unerwartetes, deutlich differenzierteres Ergebnis, sagt Ökonom Klaus Friesenbichler vom Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo). "Es hat ein Wachstum in Osteuropa gegeben, es war aber nicht so stark, wie man erwartet hatte, und vor allem war es nicht stark genug, um gegenüber den Ländern Kerneuropas aufzuholen." Die Vision der Europäischen Union, dass "nach dem Ende des Kommunismus ein Aufholprozess Osteuropas startet und sich der Lebensstandard in der EU angleicht, hat sich nicht bewahrheitet", sagt er. Die Gründe dafür seien hartnäckige Unterschiede in der Wettbewerbsfähigkeit.

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