Wirtschaft

Europas Leitbörsen am ersten Handelstag 2019 mit Aufholjagd

Die europäischen Leitbörsen haben am ersten Handelstag der Woche am Nachmittag eine Aufholjagd hingelegt. Teilweise drehten die Aktienmärkte noch ins Plus, nachdem sie im Frühhandel zunächst noch eingebrochen waren und an den schwachen Dezember angeknüpft hatten. Zuvor hatten bereits die Börsen in Asien schwere Verluste verzeichnet.

Zäher Börsenstart ins Jahr 2019 SN/APA (dpa)/Arne Dedert
Zäher Börsenstart ins Jahr 2019

Der Euro-Stoxx-50 ging am Mittwoch schließlich um 0,27 Prozent tiefer bei 2.993,18 Einheiten aus dem Handel. Im Frühhandel war er zwischenzeitlich um über 2,1 Prozent abgestürzt. Der DAX in Frankfurt legte leicht um 0,20 Prozent auf 10.580,19 Punkte zu und auch der FTSE-100 in London verzeichnete einen leichten Kurszuwachs von 0,09 Prozent auf 6.734,23 Einheiten.

Am Vormittag hatten zunächst schwache Konjunkturdaten aus China belastet. Dort hat sich auch die Stimmung in der Industrie deutlich eingetrübt. Der vom Wirtschaftsmagazin Caixin erhobene Stimmungsindex fiel im Dezember überraschend auf 49,7 Punkte und damit erstmals seit Mai 2017 unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Analysten hatten einen unveränderten Wert von 50,2 Zählern erwartet.

Die am Vormittag veröffentlichten Daten aus Europa hatten dann ebenfalls keine Unterstützung geliefert. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie der Eurozone fiel endgültigen Zahlen zufolge um 0,4 Prozent auf 51,4 Einheiten und erreichte damit den tiefsten Stand seit knapp drei Jahren.

Den Stimmungsumschwung im Späthandel lösten die New Yorker Börsen aus. Der Dow Jones und der S&P-500 grenzten ihre deutlichen Verluste aus dem Eröffnungshandel schnell spürbar ein. Der technologielastige Nasdaq Composite drehte sogar ins Plus. Unterstützung kam außerdem vom Devisenmarkt, wo der Euro im Tagesverlauf von knapp 1,15 Dollar auf 1,1350 Dollar fiel.

Branchenseitig rückte der Bankensektor in den Mittelpunkt. In Mailand waren die Titel der Banca Carige vom Handel ausgesetzt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat das angeschlagene italienische Kreditinstitut unter Zwangsverwaltung gestellt. Drei Interimsverwalter und ein Überwachungsausschuss ersetzen die Führung der Bank.

Quelle: APA

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