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EWE-Chef legt Gutachten zu umstrittener Klitschko-Spende vor

Der noch amtierende deutsche EWE-Chef Matthias Brückmann geht nach einer umstrittenen Spende an eine Stiftung von Boxprofi Wladimir Klitschko in die Offensive.

Wladimir Klitschko SN/dpa/Rolf Vennenbernd
Wladimir Klitschko

Ein von ihm in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass Brückmann mit seiner Spende in Höhe von 253.000 Euro nicht unrechtmäßig gehandelt hat.

"Eine Pflichtverletzung durch Herrn Brückmann lag nicht vor", schreibt der Rechtswissenschaftler Uwe Schneider von der Universität Mainz in einem vorläufigen Gutachten, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zum Zeitpunkt der Spendenzusage habe der Vorstand über ein eigenes Spendenbudget über 500.000 Euro verfügt. Der Energieversorger wollte sich nicht äußern, dies sei Sache des Aufsichtsrats.

Brückmanns Rechtsanwalt beklagte zudem in einem Schreiben an den Aufsichtsrat, dass seinem Mandanten bei der Sitzung des Gremiums am Mittwoch eine Anhörung verweigert werden solle. Wegen der Affäre empfahl das Präsidium des Aufsichtsrats jüngst die Abberufung Brückmanns, seitdem lässt dieser sein Amt ruhen. Der Aufsichtsrat soll am Mittwoch über die berufliche Zukunft Brückmanns entscheiden. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt gegen Brückmann wegen des Anfangsverdachts der Untreue.

Quelle: Apa/Dpa

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