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EZB arbeitet an eigenem Konzept zur Bankenaufsicht

Die Europäische Zentralbank will einem Magazinbericht zufolge die Erarbeitung eines Konzepts für eine einheitliche europäische Bankenaufsicht nun doch nicht der EU-Kommission überlassen.

EZB arbeitet an eigenem Konzept zur Bankenaufsicht SN/apa (archiv/dpa)
Ausgestaltung der Bankenaufsicht noch unklar.

Eigentlich steht diese Aufgabe der EU-Kommission zu, wie EZB-Präsident Draghi noch in der vergangenen Woche erklärte habe. Der Schwenk der Notenbank solle dem Magazin zufolge eine Reaktion auf erste Vorstellungen der Kommission zur einer solchen Aufsicht sein, die bei der EZB auf Skepsis träfen.

Allerdings sei man sich auch im EZB-Rat noch nicht einig über die Ausgestaltung der Bankenaufsicht, hieß es im "Spiegel" weiter. Umstritten sei etwa, in welchem Umfang die neue Aufsicht künftig Banken in der Euro-Zone überwachsen soll. Frankreichs Notenbankchef Christian Noyer werbe für eine Kontrolle sämtlicher Kreditinstitute und halte das auch für machbar.

Das Magazin berichtete von Vorstellungen, die praktische Arbeit der Aufsicht weiter vor Ort von den nationalen Behörden erledigen zulassen. Bei der EZB könne dann eine Art "Generalsekretär" mit einem mehr oder weniger großen Mitarbeiterstab angesiedelt sein, an den die einzelnen Länder dann berichten sollten.

In der EU-Kommission soll das Konzept für eine europäische Bankenaufsicht von einer Arbeitsgruppe unter Federführung von Binnenmarktkommissar Michel Barnier erarbeitet werden. Erste Ideen aus diesem Kreise gingen in Richtung eines Ausbaus der schon bestehenden EU-Bankenaufsicht EBA zu einer echten Kontrollbehörde. Die EZB solle von der Londoner Behörde nur bestimmte Aufgaben zugewiesen bekommen.

Quelle: Apa/Ag.

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