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EZB knackt die Billionenschwelle mit Staatsanleihen-Programm

Die EZB hat mit ihren umstrittenen Staatsanleihen-Käufen die Billionenschwelle durchbrochen.

EZB knackt die Billionenschwelle mit Staatsanleihen-Programm SN/APA (dpa)/Frank Rumpenhorst
Die Fassade der EZB in Frankfurt am Main.

Seit dem Start ihres Kaufprogramms (PSPP) im März 2015 haben die Währungshüter inzwischen Anleihen der Euro-Länder und Regionen, sowie Schuldtitel von staatlichen und suprastaatlichen Institutionen im Volumen von 1,001 Billionen Euro erworben.

Die Euro-Notenbank veröffentlichte am Montag neue Daten zu den Käufen bis zum 2. September. In der Woche bis dahin nahmen die Euro-Wächter öffentliche Schuldtitel im Umfang von 11,14 Milliarden Euro in ihre Bücher nach 10,31 Milliarden Euro die Woche zuvor.

Die EZB will mit den Käufen der Konjunktur in der Euro-Zone unter die Arme greifen und die aus ihrer Sicht unerwünscht niedrige Inflation anheizen. Mit den Transaktionen sollen die Anleiherenditen gedrückt werden, wodurch die Titel als Investment für Banken weniger lukrativ werden. Geldhäuser sollen stattdessen mehr Kredite an Firmen und Haushalte ausreichen, was der Wirtschaft nutzen und auf diesem Weg auch für mehr Inflation sorgen würde.

Das gesamte Kaufprogramm ist inzwischen auf 1,74 Billionen Euro angelegt und umfasst außerdem Pfandbriefe und Hypothekenpapiere. Und seit Juni zählen auch Firmenanleihen dazu. Darunter sind Papiere von deutschen Konzernen wie Siemens, Bosch, Deutsche Telekom und BASF. In der Woche bis zum 2. September erwarben die Währungshüter Schuldtitel von Unternehmen im Volumen von 1,16 Milliarden Euro nach 1,5 Milliarden Euro die Woche zuvor. Neben der Bundesbank beteiligen sich die Zentralbanken Italiens, Frankreichs, Spaniens, Belgiens und Finnlands an diesen Käufen, die von der EZB koordiniert werden.

Quelle: Apa/Ag.

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