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Flugausfälle durch Streik bei Germanwings und Eurowings

Der 24-Stunden-Streik beim Lufthansa-Billigflieger Eurowings hat am Donnerstag begonnen.

Flugausfälle durch Streik bei Germanwings und Eurowings SN/APA (dpa)/Oliver Berg
Flugbegleiterinnen und -begleiter demonstrieren in Köln.

Die Kabinengewerkschaft UFO hatte ihre Mitglieder bei den Teilgesellschaften Eurowings GmbH und der größeren Germanwings zu dem Ausstand ab Mitternacht aufgerufen. 393 von 551 geplanten Flügen fallen am Donnerstag aus. Betroffen sind etwa 40.000 Passagiere. Auch Verbindungen nach Österreich fallen aus.

Konkret werden alle zwanzig Wien-Flüge (je zehn Landungen und Ablüge) von Germanwings sowie die Abendverbindung von Eurowings zwischen Wien und Hamburg gestrichen. Der Flughafen Wien empfiehlt allen Passagieren, sich vor dem Abflug noch einmal bei ihrer Airline über den Status des Fluges zu informieren.

Der Ersatzflugplan sei wie geplant angelaufen. Die Langstreckenflüge sind demnach von dem Ausstand nicht betroffen. Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hatte ihre Mitglieder am Mittwoch aufgerufen, ab Mitternacht die Standorte beider Airlines in Düsseldorf, Hamburg, Köln, Dortmund, Hannover, Stuttgart und Berlin 24 Stunden lang zu bestreiken. In dem Tarifstreit bei Eurowings geht es um die Gehälter und die Arbeitsbedingungen der Flugbegleiter. Bei Germanwings geht es um Teilzeitregelungen für die Kabinenmitarbeiter.

Am Flughafen Berlin-Tegel sind 70 Flüge betroffen, die dort starten oder landen sollten. Auch in Hamburg wurden viele Flüge annulliert. Von den 25 geplanten Starts der Eurowings in Hamburg entfallen 11. Lediglich drei der 34 Germanwings-Maschinen heben am Donnerstag ab. In Hannover bleiben sechs der zehn planmäßigen Maschinen am Boden.

Auch in der nächsten Woche müssen sich Kunden von Eurowings auf massive Einschränkungen und Flugausfälle einstellen. Die Kabinengewerkschaft UFO will an zwei Tagen zu weiteren Streiks bei der Lufthansa-Tochter aufrufen. Das sagte UFO-Vorstand Nicoley Baublies am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

An welchen Tagen und zu welchen Zeiten der Ausstand weitergehen solle, gab die Gewerkschaft noch nicht bekannt. "Die Arbeitgeber gießen nur Öl ins Feuer", kritisierte Baublies. "Die genaue Zeitenlage werden wir noch bekannt geben." Nach Darstellung von UFO rief Eurowings Beschäftigte während der ganztägigen Streiks am Donnerstag an und forderte sie zum Streikbrechen auf.

Die Lufthansa-Tochter prüft wegen des 24-Stunden-Streiks auch den Gang zum Arbeitsgericht. "Wir werden jetzt juristisch untersuchen, wer für diesen Streik die Verantwortung trägt und behalten uns entsprechende rechtliche Schritte vor", sagte ein Eurowings-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Der Streik sei unverhältnismäßig.

Quelle: Apa/Dpa/Ag.

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