Welt

Freihandel tut manchmal weh

Der Welthandel sei trotz populistischer Tendenzen so offen wie nie, sagt Pascal Lamy.

Die Gegner des Freihandels sind sehr aktiv. SN/dpa
Die Gegner des Freihandels sind sehr aktiv.

Der frühere WTO-Chef Pascal Lamy verteidigt den Freihandel und sagt, beim Brexit könne es nur darum gehen, den Schaden zu begrenzen.

Sie haben im April in einem Interview gesagt, US-Präsident Donald Trump versteht moderne Wirtschaft nicht. Ist der Freihandel in Gefahr? Pascal Lamy: Ich habe gesagt, Trump wird, was den Handel betrifft, mehr bellen als beißen. Ich bleibe dabei. Was bisher passiert ist, heißt nicht, dass es keine Gefahr gibt, aber sie ist begrenzt. Er fokussiert auf die falsche Seite der Gleichung. Die US-Medien haben ihn als Protektionismus-Novizen bezeichnet, das bringt es auf den Punkt. Die Realität wird Trump einholen. Die Kosten einer Desintegration sind heute zu hoch, speziell für ein Land wie die USA, das sehr gut in die globale Wertschöpfungskette eingegliedert ist, vor allem mit Kanada und Mexiko. Die Verhandlungen über NAFTA werden die Inte gration vielleicht verbessern, aber nicht verringern.

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