Wirtschaft

G-20-Landwirtschaftsminister besorgt über Protektionismus

Die Landwirtschaftsminister der 20 größten Industrie- und Schwellenländer (G-20) haben sich besorgt über die Zunahme protektionistischer Handelshemmnisse neben den Zöllen gezeigt. In einer gemeinsamen Erklärung der Ministertagung in Buenos Aires sprachen sie sich am Samstag dafür aus, keine unnötigen Hindernisse für den Handel aufzubauen.

Zugleich bekräftigten sie in der Erklärung ihre Rechte und Verpflichtungen nach den Vereinbarungen der Welthandelsorganisation WTO. Die deutsche Wirtschaftsministerin Julia Klöckner sprach von einem erfolgreichen Treffen: "Wir haben mehr erreicht als sich im Vorfeld abzeichnete. Das ist ein großer Durchbruch."

Die Agrarminister haben sich laut Klöckner auf zentrale Themen einer globalen und nachhaltigen Lebensmittelproduktion verständigt. Entscheidend sei eine Vereinbarung zum Klimaschutz, bei der der Landwirtschaft eine besondere Rolle zukomme. Gemeinsam wollen die G-20-Staaten Klöckner zufolge auch gegen Antibiotika-Resistenzen vorgehen.

Im Mittelpunkt hätten weiterhin eine nachhaltige Bodennutzung und der Kampf gegen Lebensmittelverschwendung gestanden. Sie habe ihre Amtskollegen eingeladen, gemeinsame Kriterien für eine Ackerbaustrategie zu entwickeln, erklärte Klöckner. "Das Ergebnis werde ich auf dem nächsten G-20-Treffen 2019 in Japan vorstellen." Die Ackerbaustrategie solle Produktivität mit Nachhaltigkeit verbinden, eine Verringerung der Bodenbelastung und zu mehr Artenvielfalt führen.

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