Wirtschaft

Goldpreis unter 1.900-Dollar-Marke gefallen

Der Goldpreis ist am Dienstag nach Entspannungssignalen im Ukraine-Krieg stark unter Verkaufsdruck geraten. Am Nachmittag fiel der Preis für eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) an der Börse in London um mehr als ein Prozent und erstmals seit Ende Februar wieder unter die Marke von 1.900 US-Dollar. Zuletzt lag der Goldpreis bei 1.897 Dollar (1.730 Euro). Zuvor war gemeldet worden, dass Russland seine "militärischen Aktivitäten" in der Ukraine bei Kiew deutlich reduzieren will.

Der Schritt solle dazu dienen, gegenseitig Vertrauen aufzubauen und die Bedingungen für weitere Verhandlungen zu schaffen, sagte der russische Vize-Verteidigungsminister Alexander Fomin. Mit den Aussagen hat sich an den Finanzmärkten die Nachfrage nach riskanteren Anlagen wie Aktien spürbar verstärkt, während die Anleger einen Bogen um sichere Anlagen machten.

Bei Anlegern wird Gold als Krisenwährung geschätzt. Mit Beginn des Kriegs in der Ukraine hatte das Edelmetall seit Ende Februar stark an Wert gewonnen. Im März war der Preis für die Feinunze zeitweise bis auf 2.070 Dollar gestiegen. Die Notierung lang damit nur knapp unter dem Rekordhoch, das 2020 bei 2.075 Dollar erreicht worden war.

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