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"Harter Brexit" könnte Finanzbranche Milliarden kosten

Die britische Finanzbranche könnte einer Studie zufolge bei einem "harten Brexit" bis zu 38 Milliarden Pfund (43,41 Mrd. Euro) an Umsatz einbüßen. Sollten die Firmen das Recht verlieren, ihre Dienstleistungen in der Europäischen Union zu verkaufen, könnten zudem 75.000 Arbeitsplätze verschwinden, heißt es in der Untersuchung der Beratungsfirma Oliver Wyman.

"Harter Brexit" könnte Finanzbranche Milliarden kosten SN/APA (AFP)/NIKLAS HALLE'N
75.000 Arbeitsplätze könnten verschwinden.

Diese wurde am Donnerstag veröffentlicht und vom Branchenverband TheCityUK in Auftrag gegeben. Es sei wichtig, dass bei den Verhandlungen der britischen Regierung mit der EU ein Ergebnis erzielt werde, das die Geschäfte der Firmen möglichst wenig störe und im Interesse der Kunden sei, sagte Oliver-Wyman-Vizechef Hector Sants.

Die Zukunft der britischen Finanzbranche dürfte ein wichtiger Punkt in den Verhandlungen sein. Der Sektor steuert den größten Teil zu den britischen Exporten bei und ist die wichtigste Steuerquelle für die britische Regierung. Der Studie zufolge kommt der Sektor auf einen jährlichen Umsatz von 190 bis 205 Milliarden Pfund und beschäftigt etwa 1,1 Millionen Menschen.

(Apa/Ag.)

Aufgerufen am 21.02.2018 um 10:26 auf https://www.sn.at/wirtschaft/welt/harter-brexit-koennte-finanzbranche-milliarden-kosten-1004149

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