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Im Job ist die Haut oft zu dünn

Was tun, wenn einen der Druck im Job lähmt oder einen Abläufe im Unternehmen wütend machen? Bei sich selbst ansetzen.

Im Job ist die Haut oft zu dünn SN/Jr Casas - Fotolia

Der Angst- und der Wut-Pegel in der Gesellschaft und in Unternehmen steigen. Doch negative Gefühle ließen sich positiv nutzen. Das sagt Autorin und Wirtschaftscoach Christine Bauer-Jelinek.

SN: Jeden Tag lesen und hören wir, dass Tausende Arbeitsplätze abgebaut werden. Die Chefs sitzen einem im Nacken, mehr zu leisten, und drohen offen oder verdeckt damit, dass es genug andere als Ersatz gäbe. Das erzeugt Angst, Wut und Ohnmacht. Frau Bauer-Jelinek, Sie meinen, man könnte diese Energien positiv nutzen. Wie soll das gehen?
Bauer-Jelinek: Genau das, was Sie beschreiben, erzählen meine Coaching-Klienten. Die Arbeit besteht darin, die negativen Gefühle so zu bearbeiten, dass sie produktiv werden und nicht lähmen. Dazu muss man sich dieser Gefühle bewusst werden, denn die meisten verdrängen sie oder greifen zu Alkohol oder Medikamenten. Meistens machen uns Unverständnis und Ungerechtigkeit wütend. Die erste Frage ist: Kann ich persönlich etwas an der allgemeinen Situation ändern?
SN: Was ist, wenn ich nichts ändern kann?
Dann bringen sinnlose Kämpfe mit Vorgesetzten nichts. Das heißt aber nicht, dass man resignativ werden soll. Es gibt auf der realen Ebene immer wieder Spielräume in der operativen Arbeit mit den Kollegen im Kleinen. Die kann man nutzen, dann wird der Alltag angenehmer.

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