Wirtschaft

IWF sieht keine chinesischen Währungstricksereien

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich von dem Vorwurf von US-Präsident Donald Trump distanziert, China betreibe "illegale Währungsmanipulation". Es gebe "keine Belege" für derartige Eingriffe Pekings, sagte IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld am Dienstag im US-Fernsehsender CNBC. Nach Beobachtung des IWF habe die chinesische Regierung "nicht in den Währungsmarkt interveniert".

Laut IWF gibt es keine Belege für Manipulationen Chinas SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Laut IWF gibt es keine Belege für Manipulationen Chinas

Trump hatte China wie auch der EU am Freitag vorgeworfen, den Wert ihrer Währungen künstlich zu drücken, um sich Vorteile im internationalen Handel zu verschaffen. Hintergrund der Attacke sind die niedrigen Kurse von Yuan und Euro.

Die chinesische Währung war vor kurzem auf ihren niedrigsten Wert seit einem Jahr gesunken. Auch der Kurs des Euro ging in den vergangenen Monaten deutlich zurück. Ein niedriger Währungswert ist für die Exporteure des jeweiligen Landes günstig, weil dies den Preis ihrer Waren auf dem Weltmarkt senkt.

Obstfeld sagte nun aber, der Druck auf den Yuan gehe von Faktoren wie einem gesunkenen Wachstum der chinesischen Wirtschaft, leichten Zinssenkungen durch die chinesische Zentralbank und den US-Strafzöllen gegen China aus. Zu dem derzeit relativ niedrigen Eurokurs äußerte sich der IWF-Experte in dem Interview nicht.

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