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Karstadt will zahlreiche Häuser schließen

Der neue Karstadt-Chef Stephan Fanderl geht davon aus, dass neben der angekündigten Schließung von sechs Häusern weitere Standorte dichtgemacht werden. In einem Interview mit dem "Handelsblatt" (Freitagsausgabe) sagte Fanderl, es gebe "weitere acht bis zehn Filialen, bei denen die Situation ähnlich ist".

Karstadt will zahlreiche Häuser schließen SN/APA (epa)/JENS WOLF
Kaufhauskette soll saniert werden.

Karstadt werde dort individuelle Lösungen suchen, etwa mit den Vermietern sprechen, ob es andere Möglichkeiten zur Nutzung der Häuser gebe oder eine Chance bestehe, früher aus den laufenden Mietverträgen herauszukommen.

Von den Schließungen betroffen sind die Karstadt-Warenhäuser in Hamburg Billstedt und Stuttgart, die Ende Juni 2015 ihre Pforten schließen sollen. Zu diesem Datum trifft es auch die beiden auf junge Kundschaft ausgerichteten K-Town-Filialen in Göttingen und Köln. Außerdem sollen zwei sogenannte Schnäppchencenter geschlossen werden - eines in Frankfurt (Oder) bereits Ende April und eines in Paderborn Ende Juni.

Das bei der Aufsichtsratssitzung am Donnerstag beschlossene Sanierungsprogramm mit dem Namen "Fokus" sei "selbst für den deutschen Einzelhandel eine ziemlich große Nummer", räumte Fanderl ein. Aber er habe "Erfahrung und Entschlossenheit, das Programm umzusetzen".

Die Signa-Holding des neuen Eigentümers Rene Benko werde "nach der erfolgreichen Sanierung" weiteres Geld in dreistelliger Millionenhöhe für das Zukunftskonzept zur Verfügung stellen. Die Filialen sollten bundesweit in zwei Kategorien eingeteilt werden. "Es gibt zwei Gruppen von Käufern in einem Warenhaus", erklärte Fanderl. "Die Kunden, die sich inspirieren lassen wollen, und die Kunden, die möglichst bequem ihren Bedarf decken möchten."

Quelle: Apa/Dpa/Ag.

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