Welt

Lagarde begrüßt Rektionen auf EU-Schuldenkrise

Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hat in Tokio "wichtige Schritte" zur Eindämmung der EU-Schuldenkrise begrüßt. Lagarde lobte die Resultate des jüngsten EU-Gipfels und die Leitzins-Senkung.

Lagarde begrüßt Rektionen auf EU-Schuldenkrise SN/apa (epa)
Lagarde mit dem japanischen Premier Noda.

Beim EU-Gipfel vergangene Woche hatten besonders Spanien und Italien Druck auf Deutschland ausgeübt und erreicht, dass der künftige Euro-Krisenfonds ESM auch direkt Kapital an angeschlagene Banken vergeben kann. Zudem sollen Krisenländer Hilfskredite ohne allzu strenge Auflagen erhalten dürfen. Auch wurde ein EU-Wachstumspakt in Höhe von 120 Mrd. Euro beschlossen. Lagarde bezeichnete die Beschlüsse als "wichtige Schritte in die richtige Richtung". Dies sei "ermutigend".

Dennoch steht die Weltwirtschaft nach Einschätzung von Lagarde vor immer größeren Problemen. Der Ausblick habe in den vergangenen Monaten besorgniserregendere Züge angenommen, sagte sie. In der nächsten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) werde wahrscheinlich von einer noch schwächeren Wirtschaftsentwicklung ausgegangen.

Die nächste Wachstumsprognose wird am 16. Juli erwartet. Lagarde fügte bei ihrem Besuch in Tokio hinzu, eine Verschärfung der Euro-Krise könnte die japanischen Exporte belasten. Zudem stünde in weiterer Aufwärtsdruck beim Yen den Exportbranchen im Weg. Derzeit sei die japanische Währung leicht überbewertet.

(Sn/apa/ag.)

Aufgerufen am 23.04.2018 um 01:35 auf https://www.sn.at/wirtschaft/welt/lagarde-begruesst-rektionen-auf-eu-schuldenkrise-5956591

Kein Ermittlungsverfahren gegen IWF-Chefin Lagarde

IWF-Chefin Christine Lagarde ist in der Finanzaffäre aus ihrer Zeit als französische Finanzministerin einem formellen Ermittlungsverfahren vorerst entgangen. Lagarde sagte nach einer Gerichtsanhörung, sie sei …

Meistgelesen

    Schlagzeilen