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Lufthansa-Streik betrifft 35 Flüge in Österreich

Die Piloten weiten ihren Streik bei der AUA-Mutter Lufthansa massiv aus. Der erneute Arbeitsausstand bei Deutschlands größter Fluggesellschaft trifft zum Wochenbeginn Hunderttausende Fluggäste. Er sorgt auch auf österreichischen Flughäfen für eine lange Liste gestrichener Flüge. Alleine in Wien sind 29 Flüge der Lufthansa gecancelt. Betroffen sind auch die Flughäfen Linz und Graz.

Lufthansa-Streik betrifft 35 Flüge in Österreich SN/APA (dpa)/PETER STEFFEN
Flugzeuge bleiben am Boden.

Besonders die Routen Wien-Frankfurt und Frankfurt-Wien sind von der Arbeitsniederlegung der Lufthansa-Piloten betroffen. Elf Flüge von Wien mit dem Zielflughafen Frankfurt wurden bis Mittwoch gestrichen. Dazu kommen drei Flüge nach München. Ebenso gecancelt wurden zwölf Flüge von Frankfurt nach Wien und drei von München. Zwei Flüge mit den Routen Graz-Frankfurt und Frankfurt-Graz stehen ebenso auf der Liste gestrichener Flüge, wie ein Hin- und Rückflug von Frankfurt nach Linz.

Die Lufthansa stellt zudem Langstreckenverbindungen von und nach Frankfurt am Dienstag fast vollständig ein. Der überwiegende Teil der Kurz- und Mittelstreckenflüge werde ebenfalls gestrichen, teilte die Fluggesellschaft am Montag mit.

Die Vereinigung Cockpit hat für Montag und Dienstag im Zeitraum von 13.00 Uhr (20. Oktober) bis 23.59 Uhr (21. Oktober) einen deutschlandweiten Streik bei Kurz- und Mittelstreckenflügen ausgerufen. Zusätzlich wird am Dienstag von 06.00 Uhr bis 23.59 Uhr der Streik auch auf die Langstrecke ausgeweitet.

Bei der Lufthansa ist es inzwischen der achte Pilotenstreik in diesem Jahr. Erst am Donnerstag hatten Piloten von Germanwings die Arbeit niedergelegt, rund 100 Flüge fielen aus. Die Gewinneinbußen durch den Arbeitskampf summieren sich für die Lufthansa bisher auf mindestens 70 Mio. Euro. Der Konzern will in diesem Jahr eine Milliarde Euro operativen Gewinn einfahren.

Die 5.400 Flugzeugführer kämpfen für die Beibehaltung der Frührentenregelung für die Piloten. Die Lufthansa sieht sich wegen harter Konkurrenz außerstande, die im Branchenvergleich großzügigen Vorruhestandsregeln weiter zu finanzieren. Bisher konnten die Piloten frühestens mit 55 Jahren das Steuer aus der Hand legen - durchschnittlich starten sie mit 59 Jahren in die Rente. Die Lufthansa will den Schnitt auf 61 Jahre erhöhen.

Die Piloten-Gewerkschaft erklärte, die Lufthansa habe ihre Kompromissvorschläge nicht aufgegriffen und mauere. Die Fluggesellschaft wies das zurück und verwies auf ein "konkretisiertes Angebot", das sie Mitte September vorgelegt habe. Dieses sehe einen umfassenden Bestandsschutz und einen gestaffelten Übergang in ein nachhaltiges Modell für alle bisherigen Piloten vor. Mitarbeitern, die ab dem 1. Jänner 2014 eingestellt wurden oder werden, wolle Lufthansa weiter ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Flugdienst ermöglichen.

Quelle: Apa/Ag.

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