Welt

Massenkündigungen nach Streiks in Fabriken in Bangladesch

Textilfabriken in Bangladesch haben mindestens 1.500 Arbeiter gekündigt, nachdem mehrere Zulieferer für westliche Modemarken nach einem Streik etwa eine Woche lang schließen mussten. Ein Gewerkschaftsvertreter berichtete, bis zu 3.500 Arbeitern sei gekündigt worden, dutzende Anführer der Proteste müssten sich nun verstecken.

Laut Polizei hätten die Eigentümer der Fabriken rund 1.500 Arbeiter gekündigt. Die Textilarbeiter in Ashulia, einem Vorort der Hauptstadt Dhaka, hatten zunächst aus Protest gegen die Kündigung dutzender Kollegen gestreikt, dann aber auch deutlich mehr Lohn gefordert. Die Polizei stufte die Arbeitsniederlegungen als illegal ein und nahm 30 Arbeiter und Gewerkschaftsvertreter fest, ebenso wie einen Fernsehreporter, der über die Ereignisse berichtete.

In Ashulia wird unter anderem für die Modemarken Gap, Zara und H&M genäht. Dort mussten angesichts des Streiks vorübergehend mehrere Fabriken ihren Betrieb einstellen. Laut Polizei sind die Arbeiten dort inzwischen aber wieder angelaufen.

Die Textilbranche in Bangladesch steht immer wieder wegen der schlechten Bezahlung der Angestellten und der gefährlichen Arbeitsbedingungen in der Kritik. Die Arbeiter dort zählen zu den am schlechtesten bezahlten der Welt.

Quelle: Apa/Ag.

Aufgerufen am 18.11.2018 um 07:42 auf https://www.sn.at/wirtschaft/welt/massenkuendigungen-nach-streiks-in-fabriken-in-bangladesch-577630

Schlagzeilen