Wirtschaft

Microsoft investiert Milliarden in KI-Firma: Wird ChatGPT bald in Word integriert?

OpenAI sorgt mit seinem Chatbot seit Monaten für Furore. Jetzt greift mit Microsoft einer der Big-Tech zu und investiert Milliarden in den KI-Entwickler.

Microsoft pumpt Milliarden in OpenAI. SN/APA/AFP/LIONEL BONAVENTURE
Microsoft pumpt Milliarden in OpenAI.

Die mit künstlicher Intelligenz (KI) gefütterte Textmaschine namens ChatGPT, die aktuell für Furore sorgt, wird künftig von einem der fünf zu den Big-Tech zählenden Digitalriesen finanziert, genauer gesagt die Firma OpenAI, die ChatGPT programmiert hat. Microsoft gab am Montag ein "Multimilliardeninvestment" bekannt. Die Partnerschaft besteht seit Jahren, soll jetzt aber intensiviert werden. Gemunkelt wird über eine Summe von zehn Milliarden Dollar für die nächsten Jahre. Der Softwarekonzern aus Redmond stellt Supercomputer und Cloud-Dienste für die KI-Lösungen von OpenAI bereit. Neben ChatGPT zählt der Bildgenerator DALL-E-2 zu den vielversprechendsten Lösungen. Bei ChatGPT handelt es sich um ein Textprogramm, das auf Anfrage Informationen liefert, mit kurzen Anweisungen aber auch selbstständig Texte, Analysen oder Gedichte erzeugt. Trotz zahlreicher Fehler lässt ChatGPT das Potenzial erahnen, das in solchen Textgeneratoren steckt. Sie könnten auch klassische Suchmaschen ergänzen oder ablösen. So wird Microsoft die KI-Lösungen von OpenAI nun in seine Software integrieren - bei der Suchmaschine Bing und in Office, also Word, Excel oder Powerpoint.

Spannend: Microsoft bleibt Partner und wird OpenAI nicht übernehmen. Man bleibe unter dem Dach der gleichnamigen Non-Profit-Organisation, betont OpenAI. Microsoft-Chef Satya Nadella möchte KI auf dieser Plattform gar demokratisieren. OpenAI ist von Elon Musk, Peter Thiel und anderen Investoren gegründet worden. Musk ist operativ vor Jahren ausgestiegen, aber weiter OpenAI-Partner.

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