Wirtschaft

Moderna will zwischen 25 und 37 Dollar pro Covid-Impfdosis

Der Pharmakonzern Moderna will für eine Dosis seines Covid-Impfstoffes von Regierungen zwischen 25 und 37 Dollar (zwischen rund 21 und 31 Euro) verlangen.

"Das ist ein fairer Preis, wenn man bedenkt, wie hoch die Kosten für das Gesundheitssystem sind, wenn ein Mensch schwer an Covid-19 erkrankt", sagte Konzernchef Stephane Bancel der "Welt am Sonntag" laut Vorabbericht. "Es geht uns nicht um den maximalen Gewinn."

Die G20-Staats- und Regierungschefs haben indes ärmeren Ländern den Zugang zu Corona-Impfstoffen, Medikamenten und Tests zugesichert. In einem Entwurf für die am Sonntag geplante Abschlusserklärung des Gipfeltreffens der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer heißt es, die Gruppe werde keine Mühen scheuen, dass alle Menschen einen "bezahlbaren und gerechten" Zugang zu den Mitteln bekämen. Mehrere Teilnehmer des zweitägigen virtuellen Treffens hatten das am Samstag gefordert.

US-Präsident Donald Trump hat dem Pharmakonzern Pfizer indes vorgeworfen, die Veröffentlichung von Daten zu seinem künftigen Corona-Impfstoff bewusst verzögert zu haben, um ihm bei der Wahl zu schaden. "Pfizer und andere haben sogar beschlossen, die Ergebnisse ihrer Impfstoffe nicht zu prüfen, in anderen Worten: erst direkt nach der Wahl einen Impfstoff herauszubringen", sagte Trump am Freitag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. "Sie haben gewartet und gewartet und gewartet."

Ursprünglich hätten die Pharmakonzerne ihre Daten im Oktober vorlegen wollen, sagte Trump. "Aber sie haben beschlossen, es zu verschieben." Grund seien seine Pläne für eine Absenkung der Arzneimittelkosten, die er am Freitag vorstellte, sagte Trump. Er habe damit die Pharmabranche gegen sich aufgebracht.

Hätten die Pharmakonzerne schon vor der Präsidentschaftswahl vom 3. November ihre guten Ergebnisse zur Wirksamkeit ihrer Impfstoff-Kandidaten bekanntgegeben, hätte das "wahrscheinlich einen Einfluss" auf die Wahl gehabt, sagte Trump. Er behauptete zugleich erneut, in Wirklichkeit habe ohnehin er die Wahl gewonnen.

Pfizer und das deutsche Partnerunternehmen BioNtech hatten am 9. November verkündet, dass ihr Corona-Impfstoff-Kandidat eine Wirksamkeit von über 90 Prozent besitze. Am 16. November dann erklärte die US-Biotech-Firma Moderna, ihr Impfstoff-Kandidat habe eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent. Pfizer und BioNtech, die inzwischen von einer Wirksamkeit von 95 Prozent sprechen, reichten am Freitag bei der US-Arzneimittelbehörde FDA einen Antrag auf eine Notfallzulassung ein, die binnen Wochen erteilt werden könnte.

Quelle: Apa/Ag.

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