Wirtschaft

Neue Ermittlungen gegen VW-Manager wegen illegaler Boni

Nach der Anklage gegen Ex-VW-Chef Martin Winterkorn hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig ein neues Ermittlungsverfahren gegen einen VW-Manager eingeleitet. Wie die "Bild am Sonntag" berichtete, wurden die neuen Ermittlungen wegen Verdachts auf Untreue eingeleitet. Es geht um illegale Bonuszahlungen, bei denen noch nicht klar ist, wer sie genehmigt hat. Ermittelt wird daher gegen Unbekannt.

Offenbar Ermittlungen wegen Verdachts auf Untreue SN/APA (dpa)/Karl-Josef Hildenbrand
Offenbar Ermittlungen wegen Verdachts auf Untreue

Ein VW-Sprecher bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Volkswagen AG das Ermittlungsverfahren kenne. Vor dem Hintergrund des laufenden Verfahrens äußerte er sich aber nicht zu weiteren Details. Die Staatsanwaltschaft war am Sonntag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Laut der Zeitung geht es um angeblich illegale Bonuszahlungen, die ein Manager nach Bekanntwerden des Dieselskandals weiterhin bekommen haben soll. Er sei damals freigestellt worden, habe aber einen neuen Vertrag mit VW geschlossen und weiterhin eine monatliche Vergütung bekommen.

Zusätzlich habe er Boni erhalten - laut "Bild am Sonntag" 866.000 Euro zwischen 2016 und 2018. Solche Boni, also erfolgsabhängige Vergütungen, ließen sich aber nach Ansicht der Ermittler mit dem neuen Vertrag nicht mehr rechtfertigen, schreibt die Zeitung.

Quelle: Apa/Dpa

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