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Obama stoppt Aixtron-Übernahme durch Unternehmen aus China

Die geplante Übernahme des deutschen Spezialmaschinenbauers Aixtron durch ein chinesisches Unternehmen ist am Einspruch von US-Präsident Barack Obama gescheitert. Das Weiße Haus schloss sich der Empfehlung der US-Behörde für Auslandsinvestitionen (CFIUS) an. Das Unternehmen will nun die Folgen für das laufende Kaufangebot des chinesische Konsortiums Grand Chip Investment prüfen lassen.

Obama stoppt Aixtron-Übernahme durch Unternehmen aus China SN/AP
Barack Obama.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über ein bevorstehendes Veto berichtet. Im nachbörslichen Handel rutschten Aixtron-Aktien ab. Es ist erst das dritte Mal seit 1990, dass ein US-Präsident eine Firmenübernahme durch einen ausländischen Investor wegen Sicherheitsbedenken verhindert. Die chinesische Seite hatte bis zuletzt für die Übernahme geworben. Diese sei ein normaler Zusammenschluss von Firmen und habe rein wirtschaftliche Motive, hieß es.

Hintergrund für das US-Veto sind Befürchtungen, dass Aixtron-Produkte auch militärisch genutzt werden könnten. An der Börse verloren die im TecDax gelisteten Aixtron-Aktien am Freitag zwischenzeitlich mehr als fünf Prozent und setzten damit den Absturz der vergangenen Wochen fort.

Die US-Regierung hat ein Mitspracherecht, weil das Unternehmen aus Herzogenrath bei Aachen auch eine Zweigstelle in Kalifornien mit rund 100 Mitarbeitern hat. Die Behörde CFIUS hatte sich Mitte November klar gegen die Übernahme durch die Chinesen ausgesprochen, den Fall aber an das Weiße Haus weiter verwiesen. Inwieweit sich die deutsche Bundesregierung über ein US-Veto hinwegsetzen kann, ist offen. Ein Ministeriumssprecher betonte, sein Haus entscheide unabhängig.

Das chinesische Konsortium Grand Chip Investment (GCI), hinter dem staatlich kontrollierte Fonds stecken, hatte im Mai eine Übernahmeofferte über 670 Millionen Euro vorgelegt. Der deutsche Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte dem Deal zunächst zugestimmt, seine Unbedenklichkeitserklärung aber später widerrufen und eine erneute Prüfung angekündigt.

Das angeschlagene Technologie-Unternehmen will nun die Folgen für das laufende Kaufangebot prüfen lassen. Man werde sich daher mit der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) abstimmen und prüfen, was von dem Angebot noch zu retten sei, erklärte Aixtron per Pflichtmitteilung.

Die in der Nacht auf Samstag veröffentlichte Verfügung der USA gegen den Verkauf an den chinesischen Interessenten Fujian Grand Chip Investment beziehe sich nur auf das US-Geschäft von Aixtron. Der Erwerb von Aktien am Unternehmen werde dadurch nicht beschränkt.

Aixtron hatte bereits am Freitag erklärt, die Transaktion mit Fujian Grand Chip Investment sei in der jetzigen Form bei einem US-Veto geplatzt. Parallel prüft auch noch die deutsche Bundesregierung nach dem Außenwirtschaftsgesetz, ob ein Verkauf von Aixtron genehmigt werden kann.

Quelle: Apa/Dpa

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