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PSA will bei Opel-Übernahme Arbeitnehmerrechte wahren

Im Übernahmepoker um den Autobauer Opel setzen die deutschen Arbeitnehmervertreter immer stärker auf eine Kooperation mit dem französischen Konzern PSA Peugeot-Citroen. Das Unternehmen bekräftigte am Dienstag die Zusage, sich an existierende Vereinbarungen zu halten und den "konstruktiven Dialog" mit den Betriebsparteien fortzuführen.

Opel-Arbeitnehmer befürchteten massiven Personalabbau.  SN/APA (AFP)/PHILIPPE HUGUEN
Opel-Arbeitnehmer befürchteten massiven Personalabbau.

Laut Opel-Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug gilt die Zusage für Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen, Beschäftigungszusagen und Standortgarantien. Man sei auf dieser Grundlage bereit, in vertrauensvollen Gesprächen die Chancen eines möglichen Zusammenschlusses weiter auszuloten.

Die Opel-Beschäftigten sind noch bis Ende 2018 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Zudem hat sich die Noch-Mutter General Motors tarifvertraglich zu Investitionen in die drei deutschen Opelwerke bis ins Jahr 2020 verpflichtet. Seit einer Woche ist bekannt, dass der US-Konzern mit PSA weit fortgeschrittene Verkaufsgespräche über seine defizitäre Europatochter mit 38.200 Beschäftigten führt.

Darüber hinausgehende Garantien hat PSA als möglicher Käufer bisher nicht zugesagt. Tavares habe aber "glaubhaft vermittelt, dass er an einer nachhaltigen Entwicklung für Opel/Vauxhall als eigenständiges Unternehmen interessiert ist", erklärte Schäfer-Klug im Anschluss an das Treffen am Montag.

"Die gemachten Zusagen zur Zusammenarbeit mit der IG Metall und zur Einhaltung bestehender Tarifverträge sind aus unserer Sicht ein wichtiges Signal", erklärte der Bezirksleiter der IG Metall, Jörg Köhlinger. "Auf dieser Basis besteht die Chance, in einem konstruktiven Prozess verbindliche vertragliche Regelungen im Sinne der Beschäftigten zu schaffen."

Tavares selbst verwies auf den konstruktiven Dialog des Unternehmens mit Gewerkschaften in Frankreich. "Das Ziel des PSA-Konzerns ist es, die Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretern und das gute Verhältnis zu ihnen zu einem klaren Wettbewerbsvorteil zum Wohle des Unternehmens zu machen", ließ sich der Portugiese zitieren.

Quelle: Apa/Ag.

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