Wirtschaft

Roaming-Gebühren in der EU bleiben bis 2032 ausgesetzt

Die Abschaffung der Roaming-Gebühren in der EU wird bis 2032 verlängert. Die Mitgliedstaaten beschlossen, zusätzliche Kosten für die Telefon- oder Internetnutzung im EU-Ausland für weitere zehn Jahre bis 2032 auszusetzen, wie der Rat am Montag in Brüssel mitteilte. Ursprünglich galt die Abschaffung von Roaming-Gebühren bis Juni. Auch nach Juni würden EU-Bürger nun "ohne zusätzliche Kosten Anrufe tätigen, SMS versenden und im Internet surfen können", teilte der Rat der EU mit.

Beibehalten werden demnach aber die Regeln zur "angemessenen Nutzung". Diese sollen verhindern, dass es dauerhaft möglich ist, in anderen EU-Staaten ohne Extrakosten zu telefonieren oder im Internet zu surfen.

Im Dezember hatten sich die EU-Mitgliedstaaten und Unterhändler des Europäischen Parlaments bereits auf die längere Aussetzung der Roaming-Gebühren geeinigt. Es fehlte noch die formelle Zustimmung der beiden Seiten. Das EU-Parlament hatte diese Ende März gegeben.

Roaming-Gebühren werden für die Nutzung ausländischer Mobilfunknetze erhoben. Für Mobilfunkgespräche innerhalb der EU sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen wurden sie 2007 zunächst begrenzt und dann schrittweise gesenkt. Mit 15. Juni 2017 wurden sie dann vollständig abgeschafft.

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