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Rupprechter für Zurückziehen der EU-Biolandbau-Reform

Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) hat sich für ein Zurückziehen des Vorschlags zur Reform der EU-Biolandbauverordnung ausgesprochen, nachdem unter den EU-Staaten keine Einigung darüber besteht. "Es wäre das Beste, dass man da nicht mehr weiter herumnudelt", sagte Rupprechter am Montag nach Beratungen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel.

Rupprechter für Zurückziehen der EU-Biolandbau-Reform SN/APA/HERBERT NEUBAUER
"Es wäre das Beste, dass man da nicht mehr weiter herumnudelt".

In den Kernfragen sei man nicht weitergekommen. Ein Treffen zischen den EU-Staaten, dem EU-Parlament und der EU-Kommission sei unlängst gescheitert. Fast alle EU-Staaten hätten erklärt, dass sie mit dem Vorschlag der slowakischen EU-Ratspräsidentschaft nicht einverstanden seien. Rupprechter appellierte an die EU-Kommission, ihre Ankündigung wahr zu machen, und den Vorschlag zurückzuziehen, wenn es in diesem Jahr zu keiner Einigung komme.

Rupprechter kritisierte den Plan der EU-Kommission, Schwellwerte für Pestizide direkt in der Verordnung festlegen. Dies wäre "sinnwidrig, weil es nicht mit dem Prozess des Biolandbaus übereinstimmt". Gegen Schwellenwerte für Pestizide sei nichts einzuwenden, doch habe dies nichts in der Biolandbau-Verordnung zu suchen. Auch der Biosektor und die Verarbeiter wehrten sich massiv dagegen, weil dies den Eindruck erwecke, dass Pestizide in Biolebensmitteln enthalten sein könnten.

"Wir lassen uns unseren Biosektor nicht zerstören. Es macht keinen Sinn, noch ewig weiter zu verhandeln und eine Verunsicherung der Branche herbeizuführen", warnte Rupprechter.

Quelle: APA

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