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"Schwarzgeld-Hafen" Schweiz ist nun Geschichte

Im Kampf gegen die Steuerhinterziehung wird zum Jahreswechsel in der Schweiz das Bankgeheimnis für ausländische Kunden abgeschafft.

Die Zeiten ändern sich.  SN/APA (AFP)/FABRICE COFFRINI
Die Zeiten ändern sich.

Vom 1. Jänner an ist den Behörden das Sammeln von Kontodaten erlaubt.

Ein Informationsaustausch mit ausländischen Steuerbehörden soll ab 2018 erfolgen.

Das Bunkern von Schwarzgeld war für manche Schweizer Banken jahrzehntelang ein einträgliches Geschäft.

Nun hat sich die Schweiz als ein gern genutztes Land für Schwarzgeld jedoch vor einem Jahr zum automatischen Informationsaustausch bekannt.

Ihm haben sich rund 100 Staaten angeschlossen, darunter auch Österreich, wo das Bankgeheimnis jahrelang als unantastbar galt.

Der zunehmende internationale Druck ließ die Branche jüngst umschwenken. Tausende von Kontoinhabern, von denen vielen in der Vergangenheit Diskretion wichtiger war als eine Rendite, zeigten sich selbst an, um einer Strafverfolgung zu entgehen.

Laut dem Finanzminister von Nordrhein-Westfalen, Norbert Walter-Borjans, gingen allein bei der Finanzverwaltung NRW seit 2010 mehr als 23.000 Selbstanzeigen mit Bezug zu Konten in der Schweiz ein.

Das Land habe damit rund 1,2 Milliarden Euro eingenommen, bundesweit seien es sogar rund sechs Milliarden Euro gewesen, sagte der Minister jüngst der dpa.

Quelle: Apa/Dpa

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