Wirtschaft

Shkreli darf nach Haft nicht zurück in die Pharmabranche

Der einst als "meistgehasster Mann der USA" betitelte US-Pharma- und Hedgefondsmanager Martin Shkreli darf nach Verbüßung seiner Haftstrafe nicht mehr in der Pharma-Industrie arbeiten. Das ordnete eine US-Bundesrichterin am Freitag an. Zudem muss der verurteilte Finanzbetrüger seinen Opfern Entschädigungen in einer Gesamthöhe von 64,6 Millionen Dollar (56,4 Millionen Euro) zahlen.

Shkreli muss Betrugsopfern Entschädigung zahlen SN/APA/AFP/TIMOTHY A. CLARY
Shkreli muss Betrugsopfern Entschädigung zahlen

Der 38-jährige Shkreli sitzt seit 2017 im Gefängnis, wegen Finanzbetrugs wurde er zu sieben Jahren Haft verurteilt. Er wurde für schuldig befunden, den Wert zweier von ihm früher geleiteter Hedgefonds mit illegalen Methoden aufgebläht zu haben. Seine Freilassung ist für Oktober 2023 terminiert, er könnte bei guter Führung aber schon dieses Jahr freikommen.

Shkreli galt einst als Enfant terrible der Pharmabranche. Er hatte sich darauf spezialisiert, die Patente günstiger Medikamente zu kaufen und dann den Preis drastisch in die Höhe zu treiben.

Zur Hassfigur in den USA wurde Shkreli, weil er als damaliger Chef des Pharmaunternehmens Turing den Preis des Aids-Medikaments Daraprim mutwillig um mehr als das 50-fache erhöht hatte: Über Nacht war der Preis von 13,50 Dollar pro Tablette auf 750 Dollar gestiegen. Dieser Skandal war aber nicht Gegenstand des Finanzbetrugsprozesses.

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