Wirtschaft

S&P ändert Rating Italiens nicht - Premier Conte zufrieden

Der italienische Premier Giuseppe Conte begrüßt den Beschluss der US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P), die Bonitätsnote Italiens gleich zu belassen. S&P blieb am Freitag bei ihrer Bewertung der Kreditwürdigkeit des Landes bei "BBB". Das sind zwei Stufen über dem sogenannten Ramschniveau. Der Ausblick für das Rating ist negativ.

"Wir müssen uns sicherlich verbessern, doch im Moment ist es so ok. Wir hatten mit diesem Beschluss gerechnet", kommentierte der parteilose Conte am Rande des Forums zur Neuen Seidenstraße in Peking. Italien steckt in einer Rezession und hat einen Schuldenberg in Höhe von mehr als 130 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung angehäuft. Die Regierung aus rechter Lega und populistischer Fünf-Sterne-Bewegung erwartet 2019 nur noch ein Wachstum von 0,2 Prozent und hat ihr Defizitziel zugleich auf 2,4 Prozent der Wirtschaftsleistung nach oben korrigiert.

Standard and Poor's bemängelte, dass die häufigen Regierungswechsel in Italien das Wachstumspotenzial des Landes schwächen. Die Ratingagentur kritisierte außerdem, dass die Wirtschaftspolitik der Regierung zu mehr Starrheit auf dem Arbeitsmarkt führen wird. Die Regierung Conte hatte im vergangenen Herbst eine Arbeitsmarktreform von Ex-Premier Matteo Renzi rückgängig gemacht und Maßnahmen zur Flexibilisierung des Arbeitsmarkts teilweise abgeschafft.

Quelle: Apa/Ag.

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