Wirtschaft

Streit zwischen den USA und Iran treibt Ölpreis

Aus Frucht vor Lieferengpässen decken sich Anleger erneut mit Rohöl ein. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich am Montag um ein Prozent auf 75,05 Dollar (64,56 Euro) je Barrel und das US-Öl WTI kostete mit 70,32 Dollar sogar um 2,4 Prozent mehr als am Freitag. Unter den Faktoren für die Preisentwicklung sei der Streit zwischen den USA und dem Iran entscheidend, hieß es aus Analysten-Kreisen.

Norwegische Ölplattform in der Nordsee SN/APA (AFP/SCANPIX)/RICHARDSEN,TOR
Norwegische Ölplattform in der Nordsee

"Im besten Fall verliert Iran durch moderate US-Sanktionen Exporte im Volumen von 500.000 bis 700.000 Barrel pro Tag. Sollte US-Präsident Donald Trump aber hart bleiben und sowohl Feinde als auch Freunde unter maximalen Druck setzen, könnte sich der Verlust auf bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag summieren", sagte Analyst Tamas Varga vom Brokerhaus PVM.

Vorige Woche lieferten sich Trump und führende iranische Politiker einen verbalen Schlagabtausch. Der US-Präsident hatte sich aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran zurückgezogen und dem Land Sanktionen angedroht. Auch die Abnehmer iranischen Öls müssten mit Konsequenzen rechnen. Der Iran brachte eine Blockade der Straße von Hormus ins Gespräch, durch die ein Großteil der internationalen Öllieferungen verschifft wird.

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