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Talfahrt beim chinesischen Yuan dürfte 2017 weitergehen

Für die chinesische Währung geht ein rabenschwarzes Jahr zu Ende. Der Yuan verlor 2016 so stark an Wert wie seit 1994 nicht mehr. Ein Dollar kostete am Freitag 6,94 Yuan. Das waren um sieben Prozent mehr als Ende 2015. Keine andere wichtige asiatische Währung verlor derart viel an Wert im Vergleich zum "Greenback".

Der Yuan büßte im Vergleich zum Dollar massiv ein.  SN/APA (AFP)/STR
Der Yuan büßte im Vergleich zum Dollar massiv ein.

Gleich Anfang 2016 löste eine massive Abwertung des Yuan ein weltweites Börsenbeben aus. Ausgelöst wurden die Verluste des Yuan durch Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung der Volksrepublik.

Experten rechnen damit, dass die Talfahrt weitergeht. "Der Yuan gilt zwar als künstlich billig, doch ist er die mit Abstand teuerste Schwellenländer-Währung", sagte Commerzbank-Analyst Peter Kinsella. Er sieht den Dollar Ende kommenden Jahres bei 7,15 Yuan.

Roger Hallam, Fondsmanager bei JP Morgan, hält einen Anstieg auf 7,25 Yuan für realistisch. Zahlreiche Devisenhändler berichteten, Investoren aus den USA und Europa seien große Wetten darauf eingegangen, dass der Dollar in den kommenden sechs bis zwölf Monaten auf acht Yuan steigt.

Auch eine Veränderung des Währungskorbs zur Bewertung des Yuan werde für Unsicherheiten sorgen, sagte ein Händler in Shanghai. Für die Berechnung des Yuan sollen ab dem 1. Jänner etwa doppelt so viel ausländische Währungen hinzugezogen werden wie bisher. Der Yuan ist nicht frei handelbar, sondern darf einen von der Notenbank täglich vorgegebenen Kurs nur in einer bestimmten Spanne über- oder unterschreiten.

(Apa/Ag.)

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