Wirtschaft

Tarifverhandlungen bei Deutscher Bahn gescheitert

Die deutsche Lokführergewerkschaft GDL hat die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn für gescheitert erklärt. Das Unternehmen habe bis Mittwochfrüh kein neues Angebot abgegeben, das die GDL gefordert hatte, teilte die Gewerkschaft am Verhandlungsort in Eisenach mit. Sie wolle nun das weitere Vorgehen beraten.

Ein verbessertes Angebot soll vorgelegt werden SN/APA (dpa)/Jan Woitas
Ein verbessertes Angebot soll vorgelegt werden

Zu einem Streik darf sie nach geltender Vereinbarung erst nach dem Ende der Schlichtung aufrufen. "In diesem Jahr wird es voraussichtlich keine Streiks mehr geben", sagte eine GDL-Sprecherin. Der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky betonte: "Der Ball liegt auf der Seite der Deutschen Bahn AG. Der Arbeitgeber hat es in der Hand, ein verbessertes Angebot vorzulegen, sonst werden wir im Jänner über weitere Schritte entscheiden."

Die Deutsche Bahn will im aktuellen Tarifkonflikt den beiden Gewerkschaften EVG und GDL am Mittwochvormittag "ein neues, verbessertes Angebot" vorlegen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in der Früh aus Bahnkreisen. Mit der EVG will die Bahn um 10.00 Uhr weiterverhandeln.

Die GDL war wie die größere Gewerkschaft EVG vor zwei Monaten mit einer Forderung nach 7,5 Prozent mehr Einkommen in die Tarifrunde eingestiegen. Die Lokführergewerkschaft vertritt rund 36.000 Beschäftigte des Zugpersonals, darunter vor allem Lokführer, Zugbegleiter und Bordgastronomen.

Quelle: Apa/Dpa

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