Wirtschaft

Trump baut im Handelsstreit mit EU wieder Druck auf

Nach dem Teilabkommen mit China wird sich die US-Regierung nach den Worten von Präsident Donald Trump als nächstes auf "sehr ernsthafte" Verhandlungen mit der EU konzentrieren. Europa behandle die Vereinigten Staaten "sehr schlecht", klagte Trump am Montag im Weißen Haus.

Trump fühlt sich ungerecht behandelt SN/APA (AFP)/NICHOLAS KAMM
Trump fühlt sich ungerecht behandelt

"Die Europäische Union wurde wirklich geschaffen, um uns schlecht zu behandeln", behauptete Trump. Die EU müsse einem neuen Handelsabkommen zustimmen, forderte er.

Die EU sei nun nach den Verhandlungen mit China und anderen Staaten an der Reihe, erklärte Trump. "Ich wollte nicht die ganze Welt zur gleichen Zeit machen", sagte der Präsident bei einem Treffen mit US-Gouverneuren. Trump hatte bereits im Jänner beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos Druck auf die EU gemacht.

Trump ärgert es, dass die EU-Staaten mehr in die USA exportieren als umgekehrt. Das Handelsdefizit sei "in den letzten 10 bis 12 Jahren enorm" gewesen, klagte Trump. Die EU und die USA sind füreinander sehr wichtige Handelspartner. 2018 haben sie Waren und Dienstleistungen im Wert von fast 1,3 Billionen US-Dollar ausgetauscht. Der Wert der EU-Exporte war dabei um 109 Milliarden US-Dollar größer als die Ausfuhren der USA nach Europa.

Quelle: Apa/Dpa

WIRTSCHAFT-NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt kostenlos den Wirtschaft-Newsletter der "Salzburger Nachrichten".

*) Eine Abbestellung ist jederzeit möglich, weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Aufgerufen am 01.10.2020 um 04:00 auf https://www.sn.at/wirtschaft/welt/trump-baut-im-handelsstreit-mit-eu-wieder-druck-auf-83278303

karriere.SN.at

Kommentare

Schlagzeilen