Wirtschaft

Trump vor Fed-Sitzung: Zinsen sollen massiv runter

US-Präsident Donald Trump lässt nicht locker und drängt die Notenbank Fed mit immer neuen Vorstößen zu einer massiven Zinssenkung am Mittwoch. Er wolle, dass die Fed einen großen Schritt nach unten vollziehe, betonte er am Dienstag vor Reportern. Er wiederholte damit eine Forderung vom Vortag.

Donald Trump enttäuscht von der Fed SN/APA (AFP)/SAUL LOEB
Donald Trump enttäuscht von der Fed

Die Notenbank habe mit ihren zurückliegenden Zinserhöhungen viel zu früh und zu stark agiert, was ihm als US-Präsident zum Nachteil gereicht habe. Er sei enttäuscht von der Fed, sagte Trump über die Notenbank, die politisch unabhängig ist und am Dienstag ihre zweitägige Zinssitzung begann.

Die Fed steht am Mittwoch vor der ersten Zinssenkung seit rund zehn Jahren. Hintergrund ist der unsichere Konjunkturausblick wegen des von Trump angezettelten Zollkonflikts. Experten rechnen mit einer Zinssenkung um einen Viertel Prozentpunkt auf die neue Spanne von 2,0 bis 2,25 Prozent.

Trump ist dies offenbar nicht ausreichend. Sein zum Teil ruppiger Umgangston mit der Notenbank gipfelte in dem Vorwurf des ehemaligen Immobilienmoguls, die Währungshüter seien "ahnungslos". Zudem drohte er Fed-Chef Jerome Powell damit, ihn bei Bedarf degradieren zu können. Dieser will sich nach eigenem Bekunden bei der Entscheidung über eine mögliche Zinssenkung nicht vom Weißen Haus reinreden lassen. Die unabhängige Fed sei "immun" gegen kurzfristigen politischen Druck.

Quelle: Apa/Ag.

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