Wirtschaft

Trump wirft EU und China Währungsmanipulationen vor

US-Präsident Donald Trump hat der EU und China vorgeworfen, den Wert ihrer Währung künstlich niedrig zu halten, um sich Vorteile im internationalen Handel zu verschaffen. "China, die EU und andere manipulieren ihre Währungen und Zinsen nach unten", schrieb Trump am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er sprach von "illegaler Währungsmanipulation".

Trump fordert Abkehr von Niedrigzinspolitik SN/APA (AFP)/SAUL LOEB
Trump fordert Abkehr von Niedrigzinspolitik

Hintergrund von Trumps Attacke ist unter anderem die Entwicklung des Yuan. Die chinesische Währung war vor kurzem auf ihren niedrigsten Wert seit einem Jahr gesunken. Auch der Kurs des Euro ging seit Beginn des Jahres deutlich zurück. Ein niedriger Währungswert ist für die Exporteure des jeweiligen Landes günstig, weil dies den Preis ihrer Waren auf dem Weltmarkt senkt.

Trump machte auch die US-Notenbank Federal Reserve dafür mitverantwortlich, dass die USA ihres "großen Wettbewerbsvorteils" beraubt würden. Die USA setzten ihre Zinsen herauf, und der Dollar werde "mit jedem verstreichenden Tag stärker und stärker", beklagte er. Die Fed hat den US-Leitzins in diesem Jahr zwei Mal leicht angehoben.

Indem an der Zinsschraube gedreht werde, würden die positiven Entwicklungen in der US-Wirtschaft beschädigt, twitterte der US-Präsident. Die USA sollten "nicht dafür bestraft werden, dass sie sich so gut schlagen". Dass sich ein US-Präsident zur Zinspolitik der US-Notenbank äußert, ist ein höchst ungewöhnlicher Vorgang.

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